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Freitag, 22. Februar 2013

Copyrightfrei Geburtstag feiern

Die Tatsache, dass Urheberrechte nach Belieben hin- und herverkauft werden können, steht in meinen Augen ja irgendwie dem gesamten Konzept entgegen. Okay, dass ein Künstler seine Rechte verkauft, um von seiner Kunst leben zu können, dagegen ist nichts einzuwenden, wenn aber Geschäftsleute sich die Rechte an bereits weit Verbreitetem sichern, um sich schön Gewinne einzutreiben, da hört für mich der Spaß auf. So geschehen... ach, viel zu oft! Beispielsweise aber auch mit dem Song Happy Birthday To You, der meines Erachtens allein schon wegen seiner gleichzeitigen Allgemeingültigkeit und hohen Anlassspezifität gemeinfrei sein sollte, es aber eben nicht ist, sondern der WMG gehört.

Dem Radiosender WFMU und dem Free Music Archive ist das wohl auch etwas sauer aufgestoßen, weshalb sie einen rechtefreien Nachfolger für das geschützte Happy Birthday To You gesucht, und nun auch gefunden haben: It's Your Birthday! von Monk Turner und Fascinoma. Auch wenn ich mit dem Song an sich nicht ganz so einverstanden bin, weil er gut gesungen werden muss, um gut zu klingen, so finde ich die Aktion an sich doch eine sehr gute.


Donnerstag, 21. Februar 2013

Jimmy Kimmel lässt Valentinstag ruinieren

Endlich gab es mal wieder eine YouTube-Challenge, also einen Aufruf von Late Night Host Jimmy Kimmel an seine Zuschauer, sich dabei zu filmen, wie sie ihrem Umfeld einen Streich spielen. Dieses Mal ging es um Valentinstag und die männlichen Kimmel-Gucker waren angehalten, ihren Frauen oder Freundinnen ein schreckliches Geschenk zu machen. Hach, wie herrlich maßvoll fies!



Donnerstag, 14. Februar 2013

Boom, Valentinstag!

14. Februar, Tag der Romantik, so will man uns alle Jehre wieder weismachen. Für mich hatte der Valentinstag stets am meisten Gewicht, wenn ich Single war, da mir bei dem ganzen Trara jener Umstand immer besonders schmerzhaft bewusst wurde. Mittlerweile ist der Valentinstag für mich nicht mehr, als zum Beispiel Thanksgiving: ein Tag, zu dem jede meiner Lieblingsserien eine Sonderfolge herausbringt. Aber weil es ja unabhängig vom Datum nie schaden kann, ein wenig Romantik zu üben, hier nun ein paar schnelle Tipps für den schmalen Geldbeutel, wie man sich einen romantischen Abend machen kann.



Montag, 3. Dezember 2012

Jimmy Fallon und Rashida Jones singen Feiertags-Medley

Gestern war erster Advent. Das heißt, nach meinem mir selbst auferlegten Regelwerk, dass ich endlich wieder meine handvoll CDs mit guter Weihnachtsmusik anwerfen darf.

Bei den Amis hat die sogenannte Holiday Season mit Thanksgiving ja schon etwas früher begonnen. Jimmy Fallon und die aus Parks & Recreation bekannte Rashida Jones haben das zum Anlass genommen, einige der größten Hits des Jahres neu zu betexten und daraus ein Festtags-Song-Medley zusammenzuschustern. Songs wie Somebody That I Used To Know, That's What Makes You Beautiful und Gangnam Style wurden so zu Thanksgiving-, Weihnachts- und Hannukah-Liedern aufgewertet.


Nicht ganz so toll wie Fallons HipHop-Chroniken mit Justin Timberlake, aber immer noch bannig toll.


Freitag, 23. November 2012

Hipster Thanksgiving

Einfach nur großartig, diese knapp fünf Minuten des Nagel auf den Kopf Treffens vom Harvard Sailing Team. Also, zumindest glaube ich das mir den Nägeln und den Köpfen, denn so ein richtiger Hardcore-Hipster ist mir bislang noch nicht über den Weg gelaufen... und wenn doch, dann habe ich es wohlweislich vermieden, ihn näher kennen zu lernen.


Samstag, 3. November 2012

Slender Man Halloween Prank

Bis jetzt habe ich Slender noch nicht gespielt, aber jede Menge Videos davon gesehen. Mittlerweile glaube ich, dass ich das Spiel schon zu gut kenne, um es selbst zu spielen. Aber das ist natürlich Quatsch und ich werde es mir auf jeden Fall irgend wann auch noch mal ziehen.

Gespielt haben muss man Slender nicht, um zu wissen, dass das Spiel auf der Urban Legend von Slender Man, einem schlacksigen, gesichtslosen Mann, der Kinder entführt haben soll, aufbaut. Ob alle Trick or Treater, sie in folgendem Video zu sehen  sind von dieser Legende wussten ist fraglich, was sie aber nicht davon abhielt, sich zu erschrecken... so'n bisschen zumindest.


Kimmel lässt erneut fies zu Kindern sein

Jedesmal, wenn ich unter meinen YouTube-Abos ein neues Video zu einer Jimmy Kimmel YT Challenge erblicke, frohlockt mein Gemüt in vorfreudiger Erwartung. Das war auch diesmal nicht anders und auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht. Vor einem Jahr hieß es in der meines Wissens ersten YouTube-Challenge, seinen Kindern am Morgen nach Halloween zu erklären, man habe in der Nacht all ihr erklingeltes Süßzeug gegessen. Darum geht es auch dieses Jahr wieder und die Reaktionen haben nichts an Unterhaltungswert verloren. Das Beste an dem Video: Wenn man gerade seinen Glauben an die Jugend verloren hat und sich über die Wutausbrüche nur wundern kann, kommen die großartigen Kinder mit großartigen Reaktionen...



Mittwoch, 31. Oktober 2012

Rollstuhl-Kostüm

hier erschnorchelt

Pumpkin's On A Roll

Ja, ich mache heute hier im Blog voll auf Halloween, auch wenn ich diesem Feiertagsimport etwas skeptisch gegenüberstehe. Deswegen gibt es aber auch wirklich nur heute Gruselcontent, und nicht, wie im amerikanischen Interweb schon seit Wochen. Hier nun ein funky tanzender Kürbis, dessen Mutter man rufen soll.

hier erschnorchelt

Mashing Pumpkins

Mit Pumpkins hat das ganze hier eigentlich nix zu tun, abgesehen davon, dass Kürbisse genauso zu Halloween gehören wie der Feiertagsevergreen Monster Mash von Bobby (Boris) Pickett, aber der Titel drängte sich mir förmlich auf. Seht nun also nach dem Sprung keinerlei Kürbisse, dafür aber eine Horde Altersheimbewohner in Köstüm. Mashende nahtote Untote, quasi. Ah-Ooooooh!


Samstag, 26. Mai 2012

Mein Beitrag zum Bratwursttag 2012?


Bald ist es wieder soweit. Am 7. Juni ist wieder internationaler Bratwursttag. Initiator und Oberwürstling Marco ruft erneut auf zum bratwurstthematischen Bilderwettbewerb um die Krone des Bratwurstkönigs. Letztes Jahr konnte ich mir diesen prestigeträchtigen Titel sichern. Womit? Mit Recht und einem Lagerfeuer aus Bratwurst. Seither durfte ich mich also Bratwurstkönig nennen. Und ich war ein guter König! Ich habe habe niemanden unterdrückt, habe keine Jungfrauen eingefordert und auf die mir rechtlich ganz bestimmt zustehenden 10% aller Bratwürste des Königreichs habe ich auch nie gepocht. Ich wage mal zu behaupten, niemand hat was gegen meine Regentenschaft einzuwänden. Warum also sollte man einen neuen König wählen?

Das sieht Marco aber wohl anders. Es ist schon gar dreist, wie offen subversiv er an meinem Thron sägt!
"Da bekanntlich alles, außer der Wurst, ein Ende hat, ist nun auch die Amtszeit des amtierenden Bratwurstkönigs Webschnorcheln I. an ihrem angekommen. Das heisst für uns, dass wir uns ganz dringend einen neuen wählen müssen."
oder:
"Es wird auch mal Zeit, dass es eine Bratwurstkönigin gibt."
Und der undankbare Pöbel jubelt ihm zu ob dieser hochverräterischen Schmutzkampagne. Meine Macht ist also am Schwinden. Und was macht man als Despot, wenn man seine Felle davonschwimmen sieht? Richtig, man schmeißt die Propagande-Maschine an.


Doch ich befürchte, weder letztjährige Leuchtfeuer noch weinende Einhörner können mir meinen Titel bewahren. Muss ich mich also aufrappeln und mir meine plattgesessenen Lorbeeren erneut verdienen. Wie unbequem! Nun gut, so habe ich mich also aufgemacht, mir Bratwürste geholt, und eine gar herzzerreisende Bratwurstinstallation aufgebaut. Nach einem Bisschen photogeshoppe (bemüht, die Fotos nicht zu sehr zu verfremden) kam dann das hier heraus:


Das ist noch nicht mein offizieller Beitrag zum Wettbewerb! Ich bin mir noch nicht mal sicher, ob das die Finale Version dieses Bildes ist. Mein Plan ist, wenn es denn klappt, vielleicht noch die ein oder andere Idee umzusetzen und euch dann hier in einem Vorentscheid bestimmen zu lassen, welches Bild ich ins Rennen schicken soll. Mein Bild für Marco, quasi. Also haltet die Augen gespitzt! Aber ich bin soweit schon mal ziemlich zufrieden mit dem da oben und rechne mir zumindest Außenseiterchancen gegen Nuphar Luteas (zugegeben, ziemlich knorker) verwerflicher Zurschaustellung widernatürlicher Carnisexualität – was sagt eigentlich der Papst zu sowas?.

Donnerstag, 17. Mai 2012

Internationaler Tag gegen Homo- und Transphobie 2012

World homosexuality laws
(Stand: 17.05.2012)

Homosexualität legalHomosexualität illegal
   Gleichgeschlechtliche Ehen
   Kleinere Strafen
   (Offizielle) gleichgeschlechtliche Partnerschaften
   Empfindliche Strafen
   Anerkennung ausländischer gleichgeschlechtlicher Ehen
   Lebenslängliche Haft
   Keine (offiziellen) gleichgeschlechtlichen Partnerschaften
   Todesstrafe

By Various (Initial version by Silje) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/) or CC-BY-SA-2.5 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5)], via Wikimedia Commons

Mit dieser einleitenden Karte zur rechtlichen Lage von Homosexualität hoffe ich, die nicht selten aufkommende Frage "Ein Tag gegen Homo- und Transphobie? Brauchen wir sowas denn noch?/Welche Rechte wollen die denn noch haben?" gleich im Keim zu ersticken. In 48 Staaten sind homosexuelle Handlungen zwischen Erwachsenen generell illegal, in weiteren 27 Staaten sind homosexuelle Handlungen zwischen Frauen erlaubt, Männern aber verboten, in viel zu vielen Ländern kann die Todesstrafe dafür ausgesprochen werden. 

Soviel schon mal zur Legalität von Homosexualität. Doch auch dort, wo man für das Ausleben seiner Homosexualität nicht mit rechtlichen Konsequenzen rechnen muss, bedeutet das noch lange keine Gleichberechtigung. In Russland, beispielsweise, ist homosexuelle Aktivität auf dem Papier erlaubt, der Staat tut aber, wie ihr sicher alle mitbekommen habt, sein Bestes, das "Problem Homosexualität" aus dem öffentlichen Leben zu verbannen und totzuschweigen, und das ist noch wohlwollend formuliert. 

Gleichberechtigung, dass würde für mich bedeuten, dass die gesamte Karte dort oben in tiefstem Dunkelblau erscheint (mit Ausnahme der (Ant-)Arktis vielleicht, da wohnt ja eh niemand... wobei ja doch gerade Pinguine nicht selten homosexuelles Verhalten zeigen). Doch selbst dieses Dunkelblau ist trügerisch, denn es bedeutet ja lediglich, dass man seine gleichgeschlechtliche Partnerschaft nicht nur eintragen, sondern dann auch von einer Ehe sprechen darf. Das bedeutet allerdings nicht, dass diese Ehe dann auch mit der traditionellen Ehe gleichgestellt ist. In Portugal, als ein Beispiel, dürfen gleichgeschlechtliche Paare, trotz "Homo-Ehe", keine Kinder adoptieren. Das ist flächendeckend weltweit nur in 19 Staaten erlaubt, in vier weiteren je nach Region. Von einer vollen Gleichberechtigung kann man, unter Vorbehalt, nur in acht Ländern sprechen: Argentinien, Belgien, Island, Kanada, den Niederlanden, Norwegen, Schweden und Spanien (in näherer Zukunft werden Dänemark am 15. Juni dieses Jahres und das Vereinigte Königreich imJahr 2015 dazustoßen). Unter Vorbehalt deshalb, weil homosexuelle Handlungen dort legal, gleichgeschlechtliche Partnerschaften und Ehen anerkannt, Adoptionen durch gleichgeschlechtliche Eltern erlaubt sind, Homosexuelle offen im Militär dienen dürfen und es Anti-Diskriminierungsgesetze gibt, soweit alles prima und erstrebenswert, allerdings gibt es noch viele rechtliche Aspekte, man denke hier an das Krankenhausbesuchsrecht oder Steuerbegünstigungen, unter denen homosexuelle von heterosexuellen Paaren abgegrenzt werden können. Ich habe, zugegeben, keine Ahnung, wie das in diesen acht Staaten ist, soweit ging meine Recherche dann doch nicht. Man sieht also, auch in unseren hell- bis dunkelblauen Gefilden ist es noch ein weiter Weg zur vollen Emanzipation homosexueller Lebensweisen.


Und das war bislang alles nur aus juristischer Sicht. Homophobie ist nun ja aber (zumindest in der "blauen Welt") in erster Linie kein Problem der Rechtslage, sondern eines des gesellschaftlichen Zusammenlebens, hier, im zwischenmenschlichen Alltag, ist es doch am deutlichsten zu spüren – wenn man nicht gerade versucht, ein Kind zu adoptieren. Im Kopf der Menschen, und nicht im Gesetzbuch, ist es, wo Homo- und Transphobie entsteht, einen Nährgrund findet, wächst, gedeiht und tiefe Wurzeln schlägt. Nun fordere ich nicht, dass jeder Einzelne absolut kein Problem mit Homosexuellen hat und sie von ganzem Herzen umarmt und an seinen Busen drückt. So etwas zu fordern steht ohnehin keinem zu, mir nicht und auch sonst niemandem. Von mir kann ja auch niemand fordern, dass ich den Zeugen Jehovas schon im Treppenhaus freudig entgegenspringe, Dubstep-Machern für ihren großen Beitrag zur kulturellen Vielfalt danke oder mich vor meiner Wohnung an die Straße stelle und den Autofahrern gratuliere, in welch rekordverdächitger Zeit sie die 150 Meter Straßenabschnitt von Stoppschild zu Stoppschild hinter sich gebracht haben. Jeder hat nun mal seine Sym- und Antipathien, das kann und sollte man niemandem verbieten. Diese sind allerdings jedermanns Privatsache und es liegt in Jedermanns Verantwortung, diese Ressentiments vor sich selbst rechtfertigen zu können, sie nicht unreflektiert zu streuen und vor Allem, aufgrund ihnen niemandem am Leben seines Lebens zu hindern oder ihn deswegen zu verletzen.


Genau hier aber liegt das Problem der Homo- und bestimmt auch der Transphobie: sie lässt sich rational nicht rechtfertigen, sie ist quasi selbststreuend, da sie keiner der Aspekte ist, die Kinder klassischerweise an ihren Eltern hinterfragen, und als auf einen zentralen Aspekt des Menschen abzielende Abneigung hat sie ein besonders großes Verletzungspotential. Jedesmal, zum Beispiel, wenn auf dem Schulhof das Wort "schwul" als ultimative Abwertung verwendet wird, ist aus statistischer Sicht mit großer Wahrscheinlichkeit mindestens ein Kind anwesend, das vielleicht sogar am lautesten lacht, sich insgeheim aber denkt "Ich bin schwul, schwul ist scheiße, also muss ich scheiße sein!". Jedesmal, wenn ein Comedian im Fernsehen sagt "Oh, ich bin in Köln, da muss ich meinen Arsch besonders fest zukneifen" sitzt vor dem Fernseher ein Kind, dass, im Begriff sich und seine Sexualität zu entdecken, sich als Witzfigur und Bedrohung kennenlernt. Jedesmal, wenn in Komödien der schwule Nebencharakter einen Anfall bekommt, weil die Schuhe der weiblichen Hauptfigur nicht zu ihrer Handtasche passen, fragt sich ein fusballspielender, automagazinlesender Jugendlicher, der zufällig auf Männer steht, wo er eigentlich hingehört. In die Probleme, die ein Transgender-Heranwachsender vielleicht hat, vermag ich mich gar nicht erst reinzuversetzen. Aber all die geschilderten Probleme haben eines gemeinsam: sie sind lösbar. Viele, wenn nicht alle, der Ressentiments gegenüber Homo- und Transsexuellen beruhen auf Unwissen, Vorurteilen, Berührungsangst oder einfach Angst vor dem Unbekannten. Die Lösung: Gewöhnung. Die LGBT-Community hat schon so große Fortschritte gemacht, zu einem nicht geringen Teil ganz einfach durch Präsenz zeigen. Habituation, also Gewöhnung, geschieht durch Exposition. Wenn man erkennt, dass es eine enorme Bandbreite Homosexueller gibt, dass die allermeisten von ihnen völlig unauffällige, ungefährliche, einfach normale Menschen sind, dann wird man auch erkennen, dass es keinen Grund gibt, ihnen kritisch gegenüber zu stehen. Und deshalb, so schlage ich den Bogen zur eingänglichen Frage, ist es wichtig, dass es Tage wie den heutigen Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie gibt! Ein Tag, an dem man sich fragt: "Warum Homophobie?" Wichtiger noch, als ein CSD, an dem so Mancher auf Federboas und Glitzer-Strings zeigt und sagt: "Darum!"


Wer, um einen weiteren Bogen zu schlagen, mehr über die internationale Lage in Sachen Homophobie wissen möchte, dem sie der Film Beyond Gay: The Politics of Pride angeraten. In diesem Dokumentarfilm bereist der Organisator der Vancouverschen Pride Parade die Welt bereist, um anhand diverser solcher Paraden die Situation von LGBT-Bewegungen zu beleuchten. Bisweilen (Moskau) erinnert das mehr an einen Agenten-Thriller als an eine Zelebrierung der Vielseitigkeit. Hier der Trailer:


Samstag, 17. März 2012

When Irish Eyes are Smiling

Heute ist St. Patrick's Day, und wenn ich die Zeit gehabt hätte, würde dieses Blog nun in schönstem Grün erstrahlen... ganz einfach, weil ich diesen Feiertag irgendwie sympathisch finde. Aber ich hatte die Zeit nicht, weshalb hier immer noch alles blau ist (was ja auch irgendwie passt). Den ein oder anderen St. Patrick's Day-Post wird es heute aber trotzdem geben. Zum Beispiel diesen sehr verstörenden Hinweis auf die heutige Parade in Atlanta.


Donnerstag, 2. Februar 2012

Groundhog Day erklärt

Heute grüßt das Murmeltier. Für alle, die beim Thema Groundhog Day nur Bahnhof/Bill Murray verstehen, hat C.G.P. Grey eines seiner tollen Erklärvideos gemacht.



Samstag, 21. Januar 2012

Weltknuddeltag After Dark – Humpbot

Nachdem ihr nun hoffentlich den ganzen platonisch Fremde Menschen geknuddelt hat, könnt ihr ja jetzt, da derTag zuneige geht auch mal ganz unplatonisch... Na,ihr wisst schon! Knick-Knack! Wie eine Maschine, eine Sex Machine – oder eben ein Humpbot.



Weltknuddeltag – Free Hugs Campaign

Hier nun eines der meistegesehenen YouTube-Videos (über 70 Millionen Views). Obwohl die Free Hugs Campaign und der Weltknuddeltag zwei separate Bewegungen sind, so haben sie doch im Kern das gleiche Ziel: Verbreiten von guter Laune durch harmlose, unschuldige Umarmungen.


Die Geschichte der Free Hugs Campaign ist ziemlich interessant.

Juan Mann machte eine schwere Zeit durch, bis Folgendes geschah:
"...I went out to a party one night and a completely random person came up to me and gave me a hug. I felt like a king! It was greatest thing that ever happened."
Davon inspiriert ging er mit einem Free Hugs-Schild auf die Straße und bot den Passanten Umarmungen an. Nach anfänglichem Misstrauen fand die Aktion immer mehr Anklang und verbreitete sich in der Stadt. Mit steigender Beliebtheit wurden die Behörden auf Mann aufmerksam und ihnen fiel auf, dass dieser keine Unternehmenshaftpflichtversicherung hatte. Sie ordneten an, dass er ohne eine solche keine Gratis-Umarmungen mehr verteilen dürfe. Mann startete eine Unterschriftenaktion und konnte die Behörden so davon überzeugen, ihn weitermachen zu lassen. Mehr zu dem Themagibt es hier zu lesen.

Weltknuddeltag – Katze knuddelt Staubsauger

Zuneigung ist schon etwas Merkwürdiges. Prinzipiell positiv, kann sie doch, wenn unerwidert, ganz schön weh tun. Doch selbst wenn sie erwidert wird kann es vorkommen, dass man sich durch sie erdrückt und ausgesaugt fühlt. So geht es wohl dieser Katze...



Weltknuddeltag – Fotografie: The Hug Project

Heute ist Weltknuddeltag! Entsprechend gibt es heute hier im Blog Posts, die sich entweder explizit mit dem Thema Umarmung befassen, oder aber einfach so herzerwärmend sind, dass sie einem die Seele knuddeln.

Den Anfang macht das Hug Project von Fotografin Claudia Mozillo vom Edson Williams Kollektiv, die Leute dabei fotografiert hat, wie sie von ihr umarmt werden. Sicherlich ist das Ganze nicht 100% authentisch, doch meine ich bei so manchem Umarmten wahre, aufrichtige Knuddelfreude zu erkennen.



Donnerstag, 1. Dezember 2011

Heute ist Welt-Aids-Tag

Wie der Titel schon sagt, heute ist Welt-Aids-Tag. Ein Aktionstag, den ich persönlich sehr wichtig finde denn an ihm geht es, zumindest für mich, höchstens sekundär um das Gedenken an die an Aids Verstorbenen, primär geht es mir um ein Ausbremsen der Pandemie, ein Einhalt gebieten der Neuinfektionen, ein Schaffen von Bewusstsein. Kurz, um Aufklärung. Aufklärung über die Krankheit, die Infektionswege, die Behandlung und die Risiken von HIV/Aids. In diesem Sinne zeige ich Schleife.

By Amada44.Aslimarati at en.wikipedia [GFDL (www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], from Wikimedia Commons
Ähnlich wie bei der Menstruation ist die Geschichte von Aids eine Geschichte voller Missverständnisse, nur stimmt das hier halt wirklich und nicht nur eine werbewirksame Satzhülse. 

Das geht schon los bei der Frage "Was ist HIV? Was ist Aids?". Für manche ist es die Gerechte Strafe Gottes zur Ausrottung der sündhaften "Gomorrhisten". Wenn dem wirklich so wäre, dann wäre, bei allem nötigen Respekt, dieser eventuelle Gott ein gottverdammtes Arschloch! Und außerdem: Was haben die vielen Kinder, die auch heute noch, vor allem in Afrika, schon mit dem HI-Virus geboren werden? Werden die dafür bestraft, dass ihre Eltern beim gottgegebenen Auftrag, sich zu mehren, vielleicht zu einfallsreich waren und zu viel Spaß hatten? Oder ist das eventuell als Eingeständnis der Kirche zu verstehen, dass man homosexuell geboren wird?

Doch selbst vernunftbegabte Menschen, die diesen Bullshit als solchen erkennen, haben bisweilen Wissenslücken, die nicht nur zu einer ungerechtfertigten Ausgrenzung Infizierter und Erkrankter führen können (siehe Irrglaube "Infizierung durch Speichel"), sondern schlimmstenfalls eben auch zu einer ungewollten Ansteckung mit dem Virus.

Zwar ist die Diagnose "HIV positiv" mittlerweile kein unmittelbares Todesurteil, dank Fortschritten in der Pharma-Forschung kann unter Umständen der Virus ganz gut kontrolliert werden, wenn die Medikamente gut vertragen werden ist ein Überleben der Infektion über mehrere Jahrzehnte möglich, eine Heilung gibt es aber nach wie vor nicht!

Fast scheint es so, dass die verbesserte Behandelbarkeit von HIV/Aids nicht nur Segen, sondern beinahe schon vielmehr auch ein Fluch ist. Das Schreckgespenst Aids verschwindet mehr und mehr aus den Köpfen, teils deswegen, weil er Mensch an sich unangenehme Gedanken gerne aus dem Bewusstsein verdrängt, aber auch, weil es die Bilder elendig verreckender Aids-Kranker so nicht mehr zu sehen gibt. Doch die Abwesenheit dieser Sorgen kann zu Sorglosigkeit führen! Das als Lustkiller verschriene Kondom wird immer öfter wegelassen, bisweilen wird die Infizierung gar billigend in Kauf genommen oder gar gewünscht. Die Gründe hierfür sind mir gänzlich schleierhaft. Das ist nur sorglos, sondern hochgradigst dumm! Denn, wie bereits erwähnt sind die Fortschritte in der Medizin mit viel Vorsicht zu genießen, nur wenn das Virus früh genug erkannt wird, die Behandlung rechtzeitig anfängt und nicht durch die vielen, gravierenden Nebenwirkungen kompromittiert wird, kann ein relativ beschwerdeloses Leben erfolgen.

Wichtiger noch als das Öffnen der Augen der Sorg- und Hirnlosen der westlichen Welt ist das Hinweisen auf die vielen Infizierten der dritten Welt, deren Leiden theoretisch gemindert werden könnten, die Kinder von HIV positiven Müttern, die theoretisch nicht mit dem Virus geboren werden müssten, all jene, denen die modernen Medikamente helfen könnten, die ihnen aber nicht zugänglich sind. Die Pharma-Industrie ist ein Milliardengeschäft, die großen Unternehmen lassen sich ihre Hilfe teuer bezahlen, Generika werden gnadenlos vom Markt geklagt. Hier muss sich was ändern! Leider ist wohl nicht davon auszugehen, dass die Hersteller von Arzneimitteln plötzlich vom Helfersyndrom übermannt werden und ihren Gewinn aus den den Augen verlieren, Spenden sind da wohl erfolgsversprechender, eine Google-Suche liefert eine Vielzahl von Ergebnissen, von denen ihr euch bitte gegebenenfalls selbst das für euch richtige heraussucht.


Nun habe ich eingangs groß von Aufklärung gesprochen, im weiteren Verlauf dieses Posts allerdings bestenfalls an der Oberfläche gekratzt. Jeder, der sich weitergehend informieren möchte, was ich euch sehr an's Herz legen möchte, dem sei zum einen die zweite Ausgabe des wirklich großartigen Podcasts Wenn du wüsstest von Herrn Poppe empfohlen, zum anderen die Seiten zum diesjährigen Welt-Aids-Tag, der deutschen Aidshilfe, des Robert Koch Instituts und von UNAIDS.

Und, was jeder tun kann, um die Ausbreitung von Aids zu verhindern: Schützt euch und Andere! Gummi drüber!


Donnerstag, 24. November 2011

Sexy Pilgrim

Heute ist in den US of A Thanksgiving. Das weiß ich, weil im Seminar heute eine Kommilitonin Schokolade rumgegeben hat. Ich unterstelle ihr aber, dass sie das nur gemacht hat um zu zeigen, dass sie mal in den Staaten gelebt hat... Und dann war sie auch noch beleidigt, als ich dankend (darum geht es doch bei Thanksgiving) abgelehnt habe. Dabei habe ich ihr noch nicht mal erklärt gehabt, dass Schokolade völlig überbewertet ist und ich lieber eine Truthahnkeule gehabt hätte. Pff, Frauen..!

Naja, zur Feier des Feiertages hier nun ein "mildly amusing" Möchtegern-Viral mit vielen leichten Indianer- und Pilgermädels, zum Ausgleich für die viele Männerhaut im vorherigen Post.