Sonntag, 7. Oktober 2012

52 Games: Comic


Woche 36 des 52 Games-Projekts. Folgerichtig steht auch das 36. Thema zur Behandlung an: Comic lautet es. Na, da fällt mir (und vermutlich nicht nur mir) doch sofort ein ganz bestimmtes Spiel ein: XIII.


Manche Spiele hätten es verdient, dass man ihnen mehr Gedächtnis schenkt, als man es tut. XIII ist, zumindest in meinem ganz persönlichen Fall, ein solches Spiel. "Ich kann mich an nichts erinnern", so lautet der erste Satz, den einem das Spiel in der Stimme David Duchovnys entgegenwirft, und fast könnte dieser Satz auch als mein kompletter Artikel zu dem Game fungieren – fast.

Aber auch nur fast, denn so ein klitzekleines bisschen ist dann doch hängengeblieben. XIII ist eines der wenigen Spiele, die ich mir in meiner Zeit zwischen dem N-Zone-Abo und der regelmäßigen Internetsuche nach Daddel-Neuigkeiten nicht bloß spontan und auf Verdacht gekauft habe, sondern von denen ich schon vor Betreten des Fachmarkts wusste und die sogar Anlass für selbiges waren. Woher ich von dem Spiel erfuhr weiß ich nicht mehr, aber was ich erfuhr wird wohl so in etwa das gewesen sein: Shooter im Comic-Stil, solides Gameplay mit kleinen Schwächen, manipulierbare und abwechslungsreiche Umgebung, interessanter Soundtrack. Vielleicht war es aber auch nur der erste Punkt, wie gesagt, meine Erinnerung bezüglich dieses Spiels ist mehr als lückenhaft. Was ich definitiv noch weiß, ist, dass es der Comic-Stil war, der mich aufhorchen ließ und zum Kauf bewegte. Dieser Comic-Stil, der heutzutage (unter Anderem) die Walking Dead-Games so unglaublich töfte machen, war damals nämlich ein noch echteres Novum als heute. Und er erlaubte es dem Spiel mit Sachen davonzukommen, die ihm in einer realistischeren Optik damals, 2003, sicherlich eine restriktivere Altersfreigabe beschert hätten. Speziell denke ich da an die drei kleinen Comic-Panels, die bei einem Kopfschuss am oberen Bildrand erschienen und den Einschlag des Geschosses im Haupt des Gegners sehr bildlich darstellten. Auch das war neu damals und entlockte mir Pazifistenschwein zuverlässig ein leicht schuldbeladenes, aber dennoch freudiges "Woahoho!".

Das klingt bislang, wenn es denn so rüberkommt wie es gemeint ist, alles so, als wäre XIII ein gutes Spiel gewesen, an dem ich auch Spaß hatte, und das war es auch. Warum aber, muss nun die konsequente Frage lauten, erinnere ich mich dann so wenig an das Game? Ganz ehrlich: Auch das weiß ich nicht mehr. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich XIII damals nicht bis zum Ende durchgezockt habe. Vielleicht lag es daran, dass die KI in dem Spiel zwar alles andere als überragend war, dank sehr flüchtiger Gesundheitsleiste der Schwierigkeitsgrad durchaus als knackig einzustufen wäre. Eine der wenigen Szene, wenn nicht die einzige Szene aus dem Spiel, die sich mir ins Hirn gebrannt haben/hat ist eine, in der es hieß, sich dem Feuer einiger treffsicherer Scharfschützen zu erwehren. An dieser Szene bin ich damals verzweifelt, gut möglich, dass sie mich zur Aufgabe getrieben hat. Schade eigentlich, denn andernfalls hätte ich nun mehr zu berichten, als dass ich soeben beschlossen habe, mir das Game erneut anzuschaffen und es dann auch wirklich durchzuzocken. Das Spiel gibt es für wenig Geld auf Amazon und dank dem inzwischen wohl auch  verworfenen Prinzip Abwärtskompatibilität ist das Spielen auch kein Problem. Scheiße übrigens, das mit dem Abschaffen der Abwärtskompatibilität, aber das ist ein anderes Thema.

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