Sonntag, 27. Mai 2012

52 Games: FUUUUUUU


In Runde 17 des 52 Games-Projekts heißt das Thema FUUUUUUU, Wut also. Eine Emotion, die auch in vielen Beiträgen der letzten Runde schon durchscheinte, womit ich eine wunderbar smoothe Überleitung geschafft habe.

Meine Highlights zum Thema 16: Wasser

  • Redmaker über Child of Eden, weil er ein ziemlich merkwürdiges Spiel auf ziemlich merkwürdige Weise merkwürdig faszinierend macht. "Passiert eher selten, das Phönixe im Weltraum aus Walfischen geboren werden, welche von großen Smaragdmantas begleitet werden."
  • blogios über Bioshock, weil kamil so ziemlichdie gleiche Assoziation zum Thema Wasser hatte, wie ich, und weil er endlich einen sinnvollen Nutzen für Badewannen gefunden hat: "Hach, wenn ich darüber so sinniere, möchte ich das Spiel gleich wieder einwerfen und erneut durchspielen. Von der Badewanne aus. Oder zumindest mit meinen Füßen in einer Schüssel voller Salzwasser."
  • Heartcoregames über Risen 2, weil er recht hat! "Der namenlose Held, der im Spiel jetzt eine Karriere als Pirat anstrebt, hat offenbar sein Seepferdchen nicht gemacht. [...] Mag eine Kleinigkeit sein, aber ich find’s doof."

Mein Beitrag zum Thema 17: FUUUUUUU

Das ist wahrlich kein leichtes Thema für mich, bin ich doch ein so ausgeglichenes Gemüt. Hieße das Projekt 52 Supermarktbesuche statt 52 Games, dann, ja dann könnte ich hier einen ellenlangen Rant über leere Regale, unfreundliche Kassiererinnen, quergestellte Einkaufswägen in den engsten Gängen, das unumsichtige Beladen des Warenbandes an der Kasse etc. ablassen, aber an und für sich neige ich nicht dazu, mich aufzuregen.

Ich kann mich zwar erinnern, dass ich vor eigentlich gar nicht so langer Zeit von einem Spiel so frustriert wurde, dass ich dem Fernseher mehrmals den Stinkefinger zeigte, aber welches Spiel dieses untypische Verhalten hervorgerufen hat, daran kann ich mich beim besten Willen nicht mehr entsinnen. Und doch habe ich das doppelt passende Game zum Thema gefunden: Super Mario World.

"Non-stop Action"... gnihihi




Ich habe in dieser Rubrik schon mehrfach erzählt, dass meine Eltern sehr videospielkritisch sind. Umso größer war meine Überraschung und Freude, als ich damals, als kleiner Steppke, zu irgendeinem Anlass ein gebrauchtes SNES auspacken durfte. Oh, wie ich mich freute! Entprechend wertvoll war mir das so unverhofft erhaltene Unterhaltungssystem dann auch. Ich ging sehr vorsichtig damit um, wenn ich nicht Angst um die Belüftung gehabt hätte, hätte ich das Ding vermutlich in Watte gepackt. Ganz anders mein Bruder. Der ging immer sehr mit beim Spielen Freud und Leid beim Daddeln drückte er sehr impulsiv aus, also, hauptsächlich Leid, denn so wirklich gut war er damals nicht... Jedesmal, wenn etwas nicht so lief, wie er wollte, pfefferte er den Controller mit gehöriger Wucht auf Tischplatte oder Boden. Jedesmal wenn er das Tat, schmerzte meine Seele und ich blökte ihn an, dass er das bitte unterlassen solle. Er sagte dann immer, dass die Controller Teil eines Spielzeugs für Kinder seien und daher so gebaut wären, dass sie das aushielten. Vielleicht hatte er damit im Nachhinein betrachtet, recht, bedenkt man, dass bei den Controllern damals lediglich eine Schultertaste etwas schwerfällig reagiert, während meine XBox360 Controller völlig ohne Wutausbrüche sehr viel schneller ihren Geist aufgeben/-gaben. Aber diese Erkenntnis brachte mir damals ja nichts. Wir hatten also beide unsere FUUUUUUU-Momente, wenn mein Bruder an meinem SNES saß.

Eigentlich tat er das bei jedem Spiel, besonders oft, glaube ich, sogar eher bei Super Mario Kart als bei Super Mario World. Aber das Gesicht, dass mein Bruder bei diesen Ausbrüchen machte, erinnerte mich immer an die Thwomps aus Bowser Castle... deswegen habe ich diese Spiel gewählt.


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