Mittwoch, 20. April 2011

Facebookiologie

Facebook bringt schon arg merkwürdige Verhaltensweisen an's Licht der Öffentlichkeit. Ein "Freund" von mir, zum Beispiel, hat alle bereitwillig an seiner Trennung teilhaben lassen, jammernderweise, denn sein Freund hatte ihn für einen Anderen verlassen. Nach und nach kam dann heraus, dass die Geschichte weitaus weniger eindeutig, dafür aber umso unterhaltsamer war:

Mein "Freund", nennen wir ihn A, war in der Beziehung mit seinem Freund B etwas unglücklich, unter Anderem deshalb, weil B gerne die PS3-Awards, die A stolz auf seiner Pinnwand postet, gerne mit "Turn off the Playstation and get a fucking job!" kommentierte. Also sah sich A um nach einem kleinen Abenteuer namens C. Das Abenteuer wurde zu einer Affäre, bis B schließlich von C Wind bekam. Nun war es aber so, dass auch B C nicht ganz unsympatisch fand und so entwickelte sich eine Dreierbeziehung, was A aber nicht so ganz passte, denn er wollte C für sich allein. C, darauf angesprochen meinte allerdings, dass er sich im Falle eines Falles eher für B als für A entscheiden würde. Und so kam es schleißlich dann auch, der treulose A steht alleine da, während B und C freudig gemeinsam durch's Leben schreiten.

Damit hat mir A nicht nur eine knorke Vorlage für meinen nächsten ungeschriebenen Roman geliefert, sonder auch ein Paradebeispiel für den "Oversharer", eine der Kategorien, in denen der Altoids Curiosly Strong Award verliehen wird, für den folgendes Musikvideo gemacht wurde.



hier erschnorchelt





Kommentare:

  1. Wenn ich mir das nochmal so anschaue... ich hab tatsächlich von jeder Art einen in der Facebookliste!

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  2. Food-o-Grapher habe ich keinen in meiner Liste, dafür aber so manch eine andere Kategorie teilweise vereint in einer Person.

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