Montag, 27. Februar 2012

52 Games: Prüfung


In der fünften Woche des 52 Games-Projekts von Zockwork Orange lautet das Thema "Prüfung". Wieder ein Oberbegriff, den man sich eigentlich so zurechtbiegen kann, wie man möchte, das machen die geschickt, die ZWOrkler!

Reifeprüfung, Qualitätskontrolle, Eignungstest... bei allen möglichen Auslegungen, die einem der Begriff Prüfung erlaubt, in erster Linie assoziiere ich damit eines: Schule. Dementsprechend konnte es für meinen heutigen Beitrag auch nur einen Kandidaten geben. Den hier:



Wie man an dem R im kleinen Quadrat unten links erkennen kann, ist Bully ein echt töfte Spiel!

Grob erklärt, ist Bully so ne Art GTA in etwas harmloser. Als schwer erziehbarer Rebell wird man in ein Privatinternat gesteckt und muss nun dort als "New Kid" seinen Mann stehen. Wie der große Bruder GTA auch, war Bully seinerzeit recht umstritten, denn Rockstar gibt einem in dem Spiel die Möglichkeit sich zu Prügeln und überlässt es (außerhalb der Missionen) dem Spieler selbst, ob, wann und wie er diese nutzt. Für manchen frustrierten Spieler wird da sicher die Selbstkontrolle, nicht jeder vorbeilaufenden Autoritätsperson einen Böller an den Kopf zu werfen, geprüft. Ich konnte mich in der Hinsicht recht gut zurückhalten. Wie auch in der Autoklau-Reihe, wusste Bully durch eine offene Spielwelt, tollen Humor und eine Vielfalt an zu entdeckenden Sachen außerhalb der eigentlichen Storyline zu begeistern. Was in GTA die Talk Radios sind, sind in Bully die (Selbst-) Gespräche der Schüler auf dem Campus. Gerne hockte ich mich einfach für ein paar Minuten in eine Mülltonne und lauschte den Sorgen und Gedanken meiner Mitschüler.


Der Aspekt des Spiels, der mir fast am meisten Spaß gemacht hat und der mich beim Stichwort "Prüfung" sofort an dieses Spiel hat denken lassen, war, ob ihr's glaubt oder nicht, der Unterricht. Obwohl es einem in Bully recht leicht gemacht wird, zu schwänzen, bin ich immer mit Freuden dem kleinen Unterrichtssymbol auf der Minimap gefolgt und habe mich dem jeweiligen Minispiel gestellt.
Je nach Unterrichtsfach wurde man in jeder Stunde mit mal mehr, mal weniger real fordernden Prüfungen konfrontiert (soll heißen, um den Matheunterricht zu bestehen, musste man rechnen können, für Englisch brauchte man ein gewisses Sprachgefühl usw... Manche Fächer, wie zum Beispiel Kunst oder Biologie, fielen hier allerdings etwas aus der Reihe), bestand man diese Aufgaben wurde man, wie sich das für Prüfungen gehört, belohnt.


Ich hatte Bully schon für die gute, alte PS2, welche ich aber irgendwann verkaufte und mir deshalb ein paar Jahre später das erweiterte Bully Scholarship Edition für den PC holte. Oh, wie ich mich freute, als ich feststellte, dass neue Kurse hinzugekommen waren! Wie im wahren Leben auch, hatte ich besonderen Spaß an Geografie und Englisch, aber auch der Fotografie-Unterricht hatte es mir angetan, weniger Spaß hingegen brachte mir das handwerkliche Arbeiten in der Fahrradwerkstatt. Anders als im wahren Leben konnte ich auch in Sport glänzen. Ein Grund mehr, warum das RL stinkt und mehr von einem Videospiel haben sollte!


Kommentare:

  1. Bully wollte ich schon immer mal spielen!Schule als Videospiel wär doch mal was für die Zukunft: Anstatt öden Vorträgen wird in Minispielen Reaktion und Verstand gefragt und anstatt Klausuren kommt am Ende immer ein epischer Bosskampf, wobei das Mathemonster wohl am schwersten zu besiegen wäre!

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    1. Ach was! Einfach durch Null teilen! (Cheat) ;D

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  2. Für mich immer noch das beste Rockstar Spiel. Einen Nachfolger würde ich sogar jedem GTA vorziehen. Den Unterricht fand ich teilweise allerdings etwas nervig. Ich erninnere mich noch, dass das Zeitlimit beim Sezieren unglaublich knapp bemessen war, da die Steuerung per Analogsticks hier auch nicht unbedingt ideal war (Xbox360).

    @SpieleQuark: Unbedingt nachholen. Das Spiel hat ein wirklich einzigartiges Setting und fängt die Schul-Atmosphäre einfach perfekt ein.

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    1. Hmm, ja, mit dem Stick sicherlich nicht so einfach. Aber das knappe Zeitlimitfand ich schon okay,sollte ja schließlich auch herausfordern. Ich hatte mehr Probleme beim Werkunterricht. Irgendwie waren die Aufgaben da nicht für mich gemacht. ;)

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