Dienstag, 12. Juli 2011

R.L. Noire

L.A. Noire ist wohl das Spiel von all meinen Videospielen, das ich aufgrund des Hypes darum und meiner Ungeduld, am Release-nahesten Termin gekauft habe. Nun ist es ja oft so, dass besonders gehypte Games nicht den Erwartungen gerecht werden können, jüngstes und besonders krasses Beispiel hierfür dürfte Duke Nukem sein. Doch auch L.A. Noire war nicht so goldig, wie der Schriftzug auf der Verpackung glänzt.

Es ist sicherlich kein schlechtes Spiel, die Atmosphäre, das, wie für Rockstar üblich, grandiose Voice Acting, und wohl vor Allem das wirklich innovative, auf großartigen, mühsam gemotion-captureten (vergebt mir die Neologismen) Gesichtsanimationen Gameplay machen es in meinen Augen sogar zu einem echten Spiele-Hit. Trotzdem hat L.A. Noire mehrere kleine Macken, die den Spielspaß ein kleines Bisschen dämpfen.



So habe ich mich legitim noire geärgert, als ich meinen Spielstand neu laden und somit die Ermittlungen im entsprechenden Fall neu starten musste, weil ich es irgendwie geschafft hatte, mich zwischen Stuhl und Wand einzuklemmen, sodass ich mich nur noch im Kreis drehen, aber nicht mehr fortbewegen konnte. Auch ein wenig sauer stößt mir auf, dass keine rechte Beziehung zwischen mir und meiner Spielfigur Cole Phelps entstehen möchte. Mag ja sein, dass der Durchschnitts-Ami feuchte Augen und ein weiches Herz bekommt, wenn er hört, dass der gute Phelps ein echter Kriegsheld ist, mir wurde er durch die eingespielten Rückblenden, die ihn als gewissenhaften Soldaten zeigten, eher unsympatisch (auch wenn im Laufe des Spiels klar wird, dass Phelps nicht nur Befehle befolgen kann, sondern auch ein Gewissen hat). In die gleiche Kerbe schlägt die Tatsache, dass das Spiel einem oft quasi zur Tötung Bewaffnung Kleinkrimmineller zwingt. Mag ja sein, dass das damals vielleicht so üblich war, für mich aber schafft es eine Distanz zwischen Spieler (mir) und Spielfigur (Phelps). Außerdem ist der Typ so verdammt cholerisch! Und sprunghaft, in den Verhören muten seine Stimmungsschwankungen bisweilen schon arg menopäuslich an.

So ein, zwei Kritikpunkte hätte ich ja noch, aber das hier sollte eigentlich kein Review, sondern nur die Einleitung zu folgendem Video sein, bei dem einige der oben genannten Macken des Spiels auf's Korn genommen werden.


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