Sonntag, 5. August 2012

52 Games: Horror


...uuuund schon wieder ist Sonntag, schon wieder rückt die 52 Games-Deadline unaufhaltbar und mitriesigen Schritten näher – und schon wieder habe ich noch nix dazu geschrieben! Es ist doch zum Mäusemelken! Dabei lag es diese Woche gar nicht so sehr daran, dass ich nicht zum Schreiben gekommen bin, sondern daran, dass mich das Thema Horror vor eine subjektiv sehr schwere Aufgabe gestellt hat. Tatsähclich istmir gerade erst eingefallen, worüber ich denn schreiben könnte. Aber dazu gleich mehr, vorher wie gewohnt das Daddler's Digest.

Meine Highlights zu Thema 26: Geschichte
  • GameExperience über Civilization, weil, ach, ich weiß auch nicht,mir gefiel der Beitrag und Civ mag ich auch! "Und bei meinem ersten Spiel der Gods & Kings-Erweiterung ist der Lauf der Dinge dann so, dass die Römer nicht nur schon im Jahre 1400 eine Eisenbahn hatten, sondern zu dieser Zeit fleißig den Buddhismus in der Welt verbreiteten. Ob Julius Caesar stolz auf mich wäre?"
  • Elvun Gaming-Blog über Pharaoh, weil der Beitrag zeigt, wie auch Prokrastination zielführend sein kann. "Auf meinen Abschlusszeugnis steht neben “Geschichte” ein “sehr gut”. Das sage ich euch nicht, um anzugeben, sondern weil Computerspiele daran “Schuld” waren."
  • Hören, Sehen, Knöpfe Drücken über Braid, weil mir der Artikel unheimliche Lust auf ein mir bislang unbekanntes Spiel gemacht hat. "Was Braid für mich so besonders macht, ist die Art und Weise wie es seine Geschichte erzählt."

Mein Beitrag zu Thema 27: Horror

Horror... so gar nicht mein Thema! Schon gar nicht, was Videospiele angeht. Ich glaube, ich habe mit Silent Hill 4 erst ein einziges Horror-Spiel gespielt. Oder zählt Alan Wake da auch zu diesem Genre? Falls ja, dann habe ich ganze zwei Horror-Spiele gezockt. Eins davon fand ich so doof, dass ich es, glaube ich, nie auch nur ansatzweise durchgespielt habe – und wenn doch, dann erinnere ichmich nicht mehr daran. Das andere fand ich großartig, habe ich im Rahmen des 52 Games-Projekts aber auch schon ausgiebig unter die Lupe genommen, kommt also nicht in Frage. Oh, Dead Space habe ich ja auch gezockt! Das war auch super! Aber leider kann ich mich auch hier nicht wirklich an das Spiel selbst erinnern, nur dass es mich gepackt hat, die Atmosphäre prima rüberkam und ich ein bisschen stolz auf mich war, weil ich den anscheinend ach so schweren Endgegner relativ locker besiegt habe. 

Ich stelle also gerade just in diesem Moment beim Schreiben dieser Zeilen fest, dass ich offenbar doch nicht, wie ursprünglich angenommen, zu abgestumpft bin, um mich von Horror-Spielen schocken zu lassen (denn das haben Alan Wake und Dead Space ja dann doch geschafft), sondern einfach aus irgendwelchen Gründen nicht sehr bewandert in diesem Spiele-Genre. Trotzdem und aber auch deswegen habe ich mir kein Horror-Spiel als Aufhänger des dieswöchigen Beritrags ausgesucht, sondern ein Gameplay-Aspekt, der mir zuverlässig das Grausen (ja auch eine der ursprünglichen Wortbedeutungen von "Horror") bringt,und das gleich in mehreren Spielen,von denen ich stellvertretend eines als Headliner raussuche, ganz einfach, weil es auf den ersten Blick so gar nichts mit Horror zu tun hat: Beijing 2008!

Seit jeher versuchen Sportspiele die relativ komplexen Bewegungsabläufe beim Sport irgendwie Computer- oder Konsoleneingabe angemessen umzusetzen. Je komplexer diese Abläufe sind, desto besser funktioniert das paradoxerweise auch. Je mehr der Sportler tun muss, desto mehr Möglichkeiten bieten sich, dieses zu-tun-Seiende zu vereinfachen. Was aber, wenn so stumpfe Sportarten wie die Lauf- und Schwimmdisziplinen nunmal unbedingt in Olympia-Spielen eingebaut werden mpssen, weil sie, völlig ungerechtfertigterweise, wie ich finde, zu den Publikumsfavoriten zählen? Wie setzt man einen 100-Meter-Sprint um, wenn doch alles, was diese "Könige der Athleten" machen ist, eine kurze Strecke von links nach rechts zu laufen? Laufen können alle, aber auch wirklich alle, Spielfiguren ganz von alleine, man muss ihnen nur sagen wohin. Aber nein, dafür sind die Sprinter zu doof. Denen muss man sagen: "linker Fuß vor, rechter Fuß vor...". Das ist wie QWOP spielen, nur weniger spaßig. Bei Renndisziplinen kommt es nämlich auf Geschwindigkeit an. Das heißt also, linker und rechter Fuß müssen möglichst flott voreinander gesetzt werden. In der Daddelpraxis heißt das dann, man hackt wie bekloppt auf den Controller ein. Und just das kann ich nicht. Einerseits habe ich stets das Gefühl,damitmeinem Controller zu schaden und andererseits habe ich ganz offensichtlich einfach zu langsame Finger dafür! Ganz egal, wie sehr ich mich auch bemühe: die Schultern verkrampfen, meine Zunge lugt aus dem Mund, meine Zehen rollen sich unter die Sohlen, aber mein doofer Superathlet kommt über ca. vier Fünftel der Maximalgeschwindigkeit nicht hinaus. Dreck! Dreickiger Dreck ist das!

Und das war schon immer so, High Speed Buttonmashing ist etwas, wozu mir das Talent fehlt. Das Talent und die Lust. Ich will Erfolg durch Skills,Taktik oder Intelligenz,nicht durch stumpfes ABABABABABABABABABABABABABABABABAB (und an dieser Stelle ist man maximal bei Meter 10 von 100 angekommen)! Diese Horror-Steuerung findet nicht nur bei Sprintrennen in Sportspielen Verwendung, die habe ich mir nur rausgepickt, weil die 100m zum Himmel nach Langeweile und Dopingmitteln stinken, nein, auch in anderen Spielen mussman stupide möglichst schnell auf Knöpfe drücken. Im Controllerkiller Mario Party zum Beispiel, oder in Mortal Kombat, in dem es immer wieder kleine Zwischenspielchen gab,in welchen man durch einen kraftvollen Karatehieb immer härter werdende,gestapelte Platten zerdeppern musste. Die Kraft baute man hierfpr mittels Buttonmashing auf. Mit Holzbrettern fing es an, danach kam Stein, irgendwann Stahl und Diamant. Holz habe ich noch geschafft... Dieses Knopfgehaue ist der reinste Horror und verdirbt mir den Spaß am Spiel. Hierfür ein mächtiges Pfui!

Kommentare:

  1. Ja, Beijing 2008 war echt massiver Horror. Gefühlte 40 Jahre nach Summer Games für den C64 wäre es auch an der Zeit gewesen, das ganze Konzept mal aufzubohren. Sowas funktioniert nicht so einen ewigen Zeitraum und verliert mächtig an Charme und Spielanreiz. Habe mich echt damals geärgert über dieses lieblos zusammengeschusterte Spiel!

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    1. Ein paar Disziplinen waren ja noch einigermaßen okay umgesetzt, aber im Großen und Ganzen merkte man schon an, dass eben schnell noch ein Lizenzspiel gebraucht wurde,um die Cash Cow Olympia noch mehr ausmelken zu können.

      Bei London 2012 scheint das besser gelungen zu sein, wenn ich so nach den Let's Plays auf YouTube urteile. Zumindest aus dem schnellstmöglichen Knöpfchendrücken wurde ein "Halte den Balken im grünen Bereich",alsomehr Rhythmus als Geschwindigkeit – kommt mir entgegen.

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  2. Ja, ist das besser? Habe es einfach mal in die selbe Schublade wie Beijing gepackt...wenn es mit Move kompatibel und nicht so blöde gemacht ist, wäre es mal ein Versuch wert. Nach Olympia dürften ja die Preise dafür purzeln...

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